Nummernsuche in der Schweiz: was die Daten 2026 zeigen
Vom StoryCheck Team · 5 Min. Lesezeit · Veröffentlicht am
Wer in der Schweiz eine Telefonnummer auf StoryCheck prüft, will am häufigsten wissen, ob die Person auf Dating-Apps aktiv ist: 33 Prozent der Abfragen nannten diesen Grund. Es folgen private oder intime Fotos im Netz (24 Prozent) und Spam- oder Betrugsanrufe (22 Prozent). Grundlage sind über 3’500 anonymisierte Abfragen aus der Schweiz vom 1. Juli bis 28. September 2026.
33 %
Dating-App-Aktivität
häufigster Grund
24 %
private oder intime Fotos im Netz
22 %
Spam- oder Betrugsanrufe
16 %
was andere über mich sagen
5 %
Reputation
74 %
Handynummern
22 % Festnetz
Warum prüfen Menschen in der Schweiz eine Nummer?
Bevor eine Abfrage startet, fragt StoryCheck, was am meisten zählt. Die Antworten sind Absichten, keine Ergebnisse: Sie zeigen, was Menschen wissen wollten, nicht, was sie gefunden haben. Ein Drittel wählte die Aktivität auf Dating-Apps. Dahinter kann ein neues Match stehen oder eine Frage in der eigenen Beziehung; die Daten unterscheiden das nicht. Fast jede vierte Abfrage nannte private oder intime Fotos im Netz als wichtigsten Punkt.
Gut jede fünfte Abfrage galt Spam- oder Betrugsanrufen. 16 Prozent wollten vor allem wissen, was andere über sie sagen, 5 Prozent interessierten sich für die Reputation. Was sich bei der häufigsten Frage ehrlich prüfen lässt, erklärt der Ratgeber Datingprofile über die Telefonnummer finden.
Wie unterscheidet sich die Schweiz von den Nachbarländern?
| Kennzahl | Schweiz | Deutschland | Österreich | Frankreich |
|---|---|---|---|---|
| Dating-App-Aktivität | 33 % | 33 % | 31 % | 39 % |
| Private oder intime Fotos im Netz | 24 % | 32 % | 29 % | 37 % |
| Spam- oder Betrugsanrufe | 22 % | 13 % | 16 % | 5 % |
| Was andere über mich sagen | 16 % | 18 % | 20 % | 13 % |
| Reputation | 5 % | 4 % | 3 % | 5 % |
| Handynummern | 74 % | 87 % | 88 % | 98 % |
| Festnetznummern | 22 % | 11 % | 8 % | keine Angabe |
| Inländische Nummern | 87 % | 87 % | 89 % | 94 % |
Zwei Werte fallen auf. Erstens fragen Menschen in der Schweiz deutlich häufiger nach Spam- oder Betrugsanrufen als in Deutschland (22 gegen 13 Prozent) und viel häufiger als in Frankreich (5 Prozent). Zweitens ist mehr als jede fünfte geprüfte Nummer ein Festnetzanschluss, doppelt so viel wie in Deutschland. Von den zehn Ländern der Auswertung liegt nur Belgien mit 28 Prozent höher. Bei den Dating-Fragen liegt die Schweiz mit 33 Prozent gleichauf mit Deutschland, in Norwegen (45 Prozent), Dänemark (40 Prozent) und Frankreich (39 Prozent) ist der Anteil höher.
Warum geht es in der Schweiz so oft um Spam?
Die Daten zeigen, was gefragt wurde, nicht warum. Die Meldungen beim Bund liefern aber Kontext. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) zählte im ersten Halbjahr 2026 27’128 freiwillige Meldungen. Zu betrügerischen Anrufen im Namen von Behörden gingen von Januar bis Juni 2026 regelmässig über 400 Meldungen pro Monat ein, im Juli 2026 waren es weniger als 100.
Das BACS führt den Rückgang auf die neue Kennzeichnungspflicht zurück: Seit dem 1. Juli 2026 müssen Anrufe aus dem Ausland, die eine Schweizer Handynummer anzeigen, gekennzeichnet werden, und sie kommen ohne Nummer an oder werden blockiert; für Festnetznummern gilt das seit Januar. Wer eine verdächtige Nummer vor sich hat, findet die wichtigsten Signale in Ist diese Nummer Betrug?, und gegen Werbeanrufe hilft Werbeanrufe stoppen.
Welche Nummern werden geprüft?
74 Prozent der geprüften Nummern waren Handynummern, 22 Prozent Festnetznummern, und 87 Prozent waren Schweizer Nummern. Bei den übrigen 13 Prozent führen die Nachbarländer. Die fünf häufigsten Herkunftsländer, als Anteil an allen ausländischen Nummern:
- Frankreich: 17 Prozent
- Deutschland: 16 Prozent
- Italien: 12 Prozent
- Spanien: 8 Prozent
- Grossbritannien: 7 Prozent
Nummern aus den USA und Kanada schaffen es nicht unter die ersten fünf. In Deutschland bilden sie mit 22 Prozent die grösste Gruppe der ausländischen Nummern. Umgekehrt taucht die Schweiz in Österreich auf: Dort stammen 6 Prozent der geprüften ausländischen Nummern aus der Schweiz.
Wann wird geprüft?
Über alle zehn Länder der Auswertung hinweg liegen die meisten Abfragen am Nachmittag, zwischen 14 und 17 Uhr Ortszeit. Eine eigene Tageskurve für die Schweiz weisen wir nicht aus.
Wie wurden die Daten erhoben?
- Grundlage: anonyme, zusammengefasste Abfragen von Telefonnummern, die Besucherinnen und Besucher mit Standort Schweiz (ermittelt über die IP-Adresse) vom 1. Juli bis 28. September 2026 auf StoryCheck gestartet haben, insgesamt über 3’500.
- Grund: die Antwort auf die Frage im Abfrageformular, was am meisten zählt. Es ist eine Absicht, kein Befund.
- Anschlussart und Herkunftsland der Nummer: aus den Telefoniedaten zum Zeitpunkt der Abfrage.
- Rundung: Die Prozentwerte sind gerundet, eine Zeile kann deshalb 99 oder 101 Prozent ergeben.
- Keine Aussage über die geprüften Personen: Die Daten sagen nichts darüber, ob jemand tatsächlich auf einer Dating-App ist oder ob Fotos im Netz existieren.
Du willst eine Nummer selbst einordnen? Die Prüfung einer Schweizer Nummer dauert rund 60 Sekunden, und die Person erfährt nichts davon.
Häufige Fragen
Warum prüfen Menschen in der Schweiz Telefonnummern?
Laut StoryCheck-Abfragedaten von Juli bis September 2026 am häufigsten wegen Aktivität auf Dating-Apps (33 Prozent), gefolgt von privaten oder intimen Fotos im Netz (24 Prozent) und Spam- oder Betrugsanrufen (22 Prozent). Es sind die Gründe, die Menschen vor der Abfrage angaben, keine Ergebnisse.
Wie viele der geprüften Nummern sind Handynummern?
74 Prozent der Nummern, die Menschen in der Schweiz auf StoryCheck prüften, waren Handynummern, 22 Prozent Festnetznummern. Der Festnetzanteil ist damit doppelt so hoch wie in Deutschland mit 11 Prozent.
Aus welchen Ländern kommen die ausländischen Nummern?
87 Prozent der geprüften Nummern waren Schweizer Nummern. Von den ausländischen stammten 17 Prozent aus Frankreich, 16 Prozent aus Deutschland, 12 Prozent aus Italien, 8 Prozent aus Spanien und 7 Prozent aus Grossbritannien.
Darf ich diese Zahlen zitieren?
Ja, mit Quellenangabe: StoryCheck-Abfragedaten, Juli bis September 2026, über 3’500 anonymisierte Abfragen von Besucherinnen und Besuchern in der Schweiz. Die Prozentwerte sind gerundet.
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Die Prüfung ist privat und dauert etwa 60 Sekunden. Die Person erhält keine Benachrichtigung und erfährt nichts davon.
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