Warum Menschen in Österreich Nummern prüfen: Daten 2026
Vom StoryCheck Team · 6 Min. Lesezeit · Veröffentlicht am
Wer in Österreich eine Telefonnummer prüft, will meist etwas Persönliches wissen und nicht nur, wer angerufen hat: Bei mehr als 3.000 Prüfungen auf StoryCheck zwischen 1. Juli und 28. September 2026 nannten 31 % Aktivität auf Dating-Apps als wichtigsten Grund, 29 % intime Bilder im Netz, 20 % das, was online über sie gesagt wird, und 16 % Spam- oder Betrugsanrufe. 88 % der geprüften Nummern waren Handynummern.
Die Zahlen auf einen Blick
31 %
Aktivität auf Dating-Apps
als wichtigster Grund für die Prüfung
29 %
Intime Bilder im Netz
als wichtigster Grund für die Prüfung
20 %
Was online über mich gesagt wird
höchster Wert der zehn ausgewerteten Märkte
16 %
Spam- oder Betrugsanrufe
etwa jede sechste Prüfung
88 %
Handynummern
nur 8 % waren Festnetznummern
89 %
Österreichische Nummern
rund 11 % kamen aus dem Ausland
Warum prüfen Menschen in Österreich eine Nummer?
Im Formular wählt jede Person aus, was ihr bei der Prüfung am wichtigsten ist. Die Antworten zeigen also, was Menschen wissen wollen, und nicht, was die Prüfung am Ende ergeben hat.
| Grund (Auswahl im Formular) | Anteil in Österreich | Was die Auswahl bedeutet |
|---|---|---|
| Aktivität auf Dating-Apps | 31 % | Die Person will wissen, ob jemand auf Dating-Apps aktiv ist |
| Intime Bilder online | 29 % | Die Person sorgt sich um private oder intime Fotos im Netz |
| Sehen, was online über mich gesagt wird | 20 % | Die Person will wissen, was über sie selbst im Netz steht |
| Spam-Anrufer auf meinem Telefon blockieren | 16 % | Die Person will unerwünschte oder betrügerische Anrufe einordnen und loswerden |
| Reputationsmanagement | 3 % | Die Person kümmert sich um ihren Ruf im Netz |
Die beiden häufigsten Gründe, Dating-Apps und intime Bilder, machen zusammen 60 % aus. Die klassische Frage nach einem lästigen Anrufer ist in Österreich also nicht der Hauptgrund: Nur etwa jede sechste Prüfung dreht sich vor allem um Spam oder Betrug. Wer mit der Frage nach einem Partner kommt, findet im Ratgeber Ist mein Freund auf Tinder? eine ehrliche Einordnung, was sich prüfen lässt und was nicht.
Auffällig sind zwei Werte am Rand. Mit 20 % wollen in Österreich mehr Menschen wissen, was online über sie gesagt wird, als in jedem anderen der zehn Märkte, die StoryCheck für diesen Zeitraum ausgewertet hat. Und mit 3 % spielt Reputationsmanagement nirgends eine kleinere Rolle.
Wie steht Österreich im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz da?
| Kennzahl | Österreich | Deutschland | Schweiz |
|---|---|---|---|
| Aktivität auf Dating-Apps | 31 % | 33 % | 33 % |
| Intime Bilder im Netz | 29 % | 32 % | 24 % |
| Spam- oder Betrugsanrufe | 16 % | 13 % | 22 % |
| Was online über mich gesagt wird | 20 % | 18 % | 16 % |
| Reputation | 3 % | 4 % | 5 % |
| Handynummern | 88 % | 87 % | 74 % |
| Festnetznummern | 8 % | 11 % | 22 % |
| Inländische Nummern | 89 % | 87 % | 87 % |
| Geprüfte Nummern | mehr als 3.000 | mehr als 13.000 | mehr als 3.500 |
Österreich liegt beim Thema Betrug zwischen den Nachbarn: Spam- und Betrugsanrufe sind hier häufiger der Grund als in Deutschland, aber deutlich seltener als in der Schweiz. Beim Festnetz ist der Unterschied noch größer. In der Schweiz ist mehr als jede fünfte geprüfte Nummer ein Festnetzanschluss, in Österreich nicht einmal jede zehnte.
Woher kommen die ausländischen Nummern?
Rund 11 % der in Österreich geprüften Nummern stammen aus dem Ausland. Davon kamen 38 % aus Deutschland, 7 % hatten die Vorwahl +1 für die USA und Kanada, und je 6 % kamen aus Polen, Großbritannien und der Schweiz. Hochgerechnet ist damit etwa jede 25. geprüfte Nummer eine deutsche.
In keinem anderen der zehn Märkte entfällt ein so großer Teil der ausländischen Nummern auf ein einziges Land. Die RTR-Meldestelle Rufnummernmissbrauch berichtet unabhängig davon, dass sich seit den Anti-Spoofing-Regeln von 2024 mehr Menschen in Österreich über belästigende Anrufe von deutschen Nummern (+49) beschweren. Unsere Daten zeigen allerdings nicht, wie viele der geprüften deutschen Nummern tatsächlich Betrug waren: Eine +49-Nummer kann ein Callcenter sein, genauso gut aber ein Date aus Bayern.
Handy statt Festnetz: Was heißt das für die Suche?
88 % der geprüften Nummern waren Handynummern und nur 8 % Festnetz, der Rest verteilt sich auf andere oder nicht eindeutig zuordenbare Anschlussarten. Für die Suche ist das entscheidend: Festnetzanschlüsse stehen oft im Telefonbuch, private Handynummern praktisch nie. Die Rückwärtssuche im Herold funktioniert nach eigener Angabe nicht bei Geheimnummern, und bei Handynummern ist ein Eintrag die Ausnahme. Genau dort setzt eine Rückwärtssuche mit lizenzierten Daten an. Welche Vorwahl was bedeutet, steht bei den Handyvorwahlen in Österreich.
Über alle zehn Märkte hinweg werden Nummern übrigens am häufigsten am Nachmittag geprüft, zwischen 14 und 17 Uhr Ortszeit.
Methodik: Woher stammen die Zahlen?
- Grundlage sind anonyme, zusammengefasste Nummernprüfungen, die Besucherinnen und Besucher mit Standort Österreich auf StoryCheck gestartet haben. Der Standort wurde über die IP-Adresse bestimmt.
- Zeitraum: 1. Juli bis 28. September 2026, insgesamt mehr als 3.000 Prüfungen.
- Der Grund ist die Antwort, die die Person im Formular auf die Frage ausgewählt hat, was ihr am wichtigsten ist.
- Anschlussart und Herkunftsland der Nummer stammen aus den Telefoniedaten zum Zeitpunkt der Prüfung.
- Alle Werte sind gerundet, eine Zeile kann deshalb 99 oder 101 % ergeben.
- Ausgewertet wurden nur zusammengefasste Werte, keine Angaben zu einzelnen Personen.
Die Gründe beschreiben, was Menschen wissen wollten, nicht, was sie herausgefunden haben. 31 % heißt also nicht, dass 31 % der Partner auf Dating-Apps sind. Die Daten stammen von Menschen, die StoryCheck nutzen, und sind nicht repräsentativ für ganz Österreich. Wer die Zahlen zitiert, nennt bitte als Quelle: StoryCheck-Nummernprüfungen aus Österreich, Juli bis September 2026.
Häufige Fragen
Warum prüfen Menschen in Österreich Telefonnummern?
Laut StoryCheck-Daten von Juli bis September 2026 vor allem aus persönlichen Gründen: 31 % nannten Aktivität auf Dating-Apps als wichtigsten Grund, 29 % intime Bilder im Netz, 20 % das, was online über sie gesagt wird, und 16 % Spam- oder Betrugsanrufe.
Wie viele der geprüften Nummern waren Handynummern?
88 % der in Österreich geprüften Nummern waren Handynummern und 8 % Festnetznummern. 89 % waren österreichische Nummern, rund 11 % kamen aus dem Ausland.
Aus welchen Ländern kommen die ausländischen Nummern?
38 % der ausländischen Nummern kamen aus Deutschland, 7 % hatten die Vorwahl +1 für die USA und Kanada, und je 6 % kamen aus Polen, Großbritannien und der Schweiz. Wie viele davon Betrug waren, zeigen die Daten nicht.
Heißt das, dass 31 % der Partner auf Dating-Apps sind?
Nein. Die Zahl beschreibt, was Menschen bei der Prüfung wissen wollten, nicht, was sie gefunden haben. Über das Verhalten der geprüften Personen sagt sie nichts aus.
Wie wurden die Daten erhoben?
Ausgewertet wurden mehr als 3.000 anonyme, zusammengefasste Nummernprüfungen, die zwischen 1. Juli und 28. September 2026 von Besuchern mit Standort Österreich auf StoryCheck gestartet wurden. Die Werte sind gerundet.
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Finde heraus, wer wirklich hinter der Nummer steckt
Die Prüfung ist privat und dauert etwa 60 Sekunden. Die Person erhält keine Benachrichtigung und erfährt nichts davon.
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