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Welche Rückwärtssuche taugt für Schweizer Nummern?

Vom StoryCheck Team · 5 Min. Lesezeit · Veröffentlicht am

Die beste Rückwärtssuche für die Schweiz ist die, die Schweizer Nummern richtig liest (075 bis 079, 058, 084x, 090x), die Anschlussart zeigt, jedem Treffer eine Sicherheitsangabe gibt und offen sagt, wenn sie nichts findet. Keine einzelne Art von Dienst kann alles: Das Verzeichnis kennt nur Eingetragene, Spam-Listen nur Gemeldete, Anrufer-Apps nur Namen aus fremden Adressbüchern. Vergleich deshalb nach Kriterien, nicht nach Werbeversprechen.

Checkliste zum Vergleich von Diensten: Einige Prüfpunkte sind erfüllt, andere nicht
Ein Dienst, der nie eine Sicherheitsangabe zeigt, verschweigt, wie sicher er sich ist.

Welche Arten von Rückwärtssuche gibt es in der Schweiz?

Wer in der Schweiz wissen will, wer angerufen hat, landet bei einer von sieben Arten von Diensten. Sie beantworten unterschiedliche Fragen, und die meisten Enttäuschungen entstehen, weil man die falsche Art gefragt hat.

ArtBeispieleStärkeGrenze
Telefonverzeichnissearch.ch, local.ch (beide von localsearch)Eingetragene Festnetz- und FirmennummernNur wer einen Eintrag wollte
Spam-Bewertungentellows und ähnliche Community-SeitenNummern, die viele schon gemeldet habenNeue Nummern und private Anrufer fehlen
Anrufer-AppsTruecaller und ähnliche AppsBekannte Werbe- und Callcenter-NummernNamen aus fremden Adressbüchern, oft ungenau
SuchmaschineGoogle, BingFirmen, Inserate, VereinePrivate Handynummern selten
Filter der AnbieterinBei jeder Schweizer Anbieterin, Pflicht seit Juli 2021 (Art. 83 FDV)Fängt unlautere Werbeanrufe abSagt dir nicht, wer anruft
Rückwärtssuche mit lizenzierten DatenStoryCheckPrivate Handynummern: Anschlussart, WhatsApp, Risikosignale, möglicher NameMögliche Treffer, kein garantierter Name
Auskunft der AnbieterinGesuch nach Art. 82 FDVName und Adresse bei BelästigungNur bei missbräuchlichen Anrufen oder unlauterer Werbung
Die Dienste nach Art, mit Stärken und Grenzen

Nach welchen Kriterien vergleichst du?

KriteriumGutes ZeichenWarnzeichen
Schweizer NummernplanErkennt 075 bis 079 als Handy, 058 als Firmennetz und 090x als MehrwertdienstBehandelt 079 wie eine deutsche oder amerikanische Vorwahl
AnschlussartZeigt, ob Handy, Festnetz oder VoIPNur ein Namensfeld, nichts zur Leitung
SicherheitsangabeJeder Treffer mit Angabe, wie sicher er istEin Name ohne jede Einschränkung
DiskretionKeine Nachricht an die geprüfte PersonUnklar, ob die Person etwas erfährt
QuellenLegt offen, woher die Daten stammenKeine Angaben zu Quellen und Zweck
Ehrlichkeit bei null TreffernSagt klar, wenn nichts gefunden wurdeFüllt den Bericht mit Allgemeinplätzen
Rechtlicher RahmenNur für den privaten Gebrauch, nicht für Kredit, Anstellung, Versicherung oder WohnungWirbt mit Mieter- oder Bewerberprüfung
Worauf du vor der Wahl eines Dienstes achtest

Welche Versprechen sollten dich misstrauisch machen?

  • «Wir durchsuchen Tinder, Bumble oder Parship»: Kein Dienst hat Zugang zu den Profilen in Dating-Apps. Was ehrlich geht, steht in Datingprofile über die Telefonnummer finden.
  • «Wir lesen WhatsApp-Nachrichten mit»: Chats sind privat, und kein seriöser Dienst kommt an sie heran.
  • «Wir orten das Handy»: Eine Rückwärtssuche zeigt keinen Standort, und seriöse Dienste versprechen das auch nicht.
  • «Wir decken unterdrückte Nummern auf»: Wer seine Nummer unterdrückt, bleibt nach der Verordnung über Fernmeldedienste für andere unsichtbar. Mehr dazu in Unterdrückte Nummer herausfinden.
  • «Garantiert ein Name zu jeder Nummer»: Bei privaten Handynummern ohne Quelle gibt es keinen Namen, den man garantieren könnte.

Wo passt StoryCheck hinein?

StoryCheck gehört zur Kategorie der Rückwärtssuche mit lizenzierten Daten. Die Prüfung einer Nummer gleicht Telefoniedaten mit offenen Quellen ab und zeigt nach rund 60 Sekunden, was sich findet: einen möglichen Namen, die Anschlussart und, wo bekannt, Anbieterin und Region, ob die Nummer auf WhatsApp aktiv ist, samt Profilbild oder Firmenname, wenn diese sichtbar sind, offen verknüpfte Profile sowie Risikosignale wie eine Wegwerf- oder VoIP-Nummer. Jeder Treffer trägt eine Sicherheitsangabe, und die geprüfte Person erfährt nichts davon.

Was StoryCheck nicht kann, steht genauso klar da: keine Suche in Dating-Apps, kein Mitlesen von WhatsApp, keine Anruflisten, keine Ortung und kein Aufdecken unterdrückter Nummern. StoryCheck ist keine Auskunftei. Und für eine eingetragene Festnetznummer oder eine bekannte Werbenummer brauchst du StoryCheck oft gar nicht.

Welcher Dienst passt zu welcher Frage?

  • Ruft eine Firma an, etwa von einer 058-Nummer? Google oder das Verzeichnis beantworten das meist in einer Minute.
  • Klingelt es ständig mit Werbung? Dann hilft keine Suche, sondern der Filter deiner Anbieterin. Werbeanrufe von Firmen, mit denen du keine Geschäftsbeziehung hast, sind verboten, wenn bei deinem Eintrag ein Sternchen steht und seit dem 1. Januar 2021 auch dann, wenn du gar nicht im Verzeichnis stehst.
  • Zeigt das Display eine 0900-, 0901- oder 0906-Nummer als Anrufer? Solche Nummern dürfen in der Schweiz gar nicht als Absender übermittelt werden (Art. 26a FDV). Die Anzeige ist manipuliert, ruf nicht zurück.
  • Schreibt dir eine unbekannte Handynummer auf WhatsApp oder per SMS? Hier ist eine Rückwärtssuche am stärksten: Anschlussart, WhatsApp-Status, Risikosignale und ein möglicher Name.
  • Wirst du wiederholt belästigt? Dann führt der Weg über ein Gesuch an deine Anbieterin nach Art. 82 FDV und bei Drohungen zur Kantonspolizei.
  • Wird gar keine Nummer angezeigt? Dann hilft kein Dienst der Welt, denn eine unterdrückte Nummer bleibt verborgen.

Soll man zuerst kostenlos suchen?

Ja. Bei Firmennummern reicht oft Google oder das Verzeichnis, und du bist fertig. Die kostenlosen Wege in der richtigen Reihenfolge stehen in Telefonnummer suchen kostenlos. Eine Rückwärtssuche lohnt sich dort, wo diese Wege aufhören: bei privaten Handynummern, VoIP-Nummern und Nummern, die du vor einem Rückruf einordnen willst.

Gegen Werbeanrufe hilft die beste Rückwärtssuche wenig. Schneller wirkt der Werbefilter, den dir jede Schweizer Anbieterin zur Verfügung stellen muss und den du jederzeit kostenlos ein- und ausschalten kannst. Mehr dazu in Werbeanrufe stoppen.

Häufige Fragen

Welche Rückwärtssuche ist die beste für die Schweiz?

Die, die zu deiner Frage passt. Für eingetragene Nummern reicht das Verzeichnis, für bekannte Werbenummern eine Spam-Liste. Für private Handynummern und VoIP-Nummern brauchst du eine Rückwärtssuche, die lizenzierte Daten nutzt, die Anschlussart zeigt und jeden Treffer mit einer Sicherheitsangabe versieht.

Sind kostenlose Rückwärtssuchen seriös?

Viele schon, sie haben nur eine enge Datenbasis. Verzeichnisse zeigen Eingetragene, Community-Seiten zeigen Bewertungen anderer Nutzer. Bei einer privaten Handynummer ohne Eintrag bleibt das Ergebnis dort meistens leer.

Darf ich mit einer Rückwärtssuche Mieter oder Bewerber prüfen?

Nein. StoryCheck ist keine Auskunftei, und die Ergebnisse dürfen nicht für Entscheidungen über Kredit, Anstellung, Versicherung oder die Vermietung einer Wohnung verwendet werden.

Erfährt die Person, dass ich ihre Nummer geprüft habe?

Bei StoryCheck nicht: Es geht weder ein Anruf noch eine SMS an die Nummer, und die Person erhält keine Benachrichtigung. Bei anderen Diensten lohnt sich ein Blick in die Datenschutzerklärung.

Warum zeigt eine Anrufer-App einen anderen Namen als die Rückwärtssuche?

Weil die Quellen verschieden sind. Anrufer-Apps zeigen oft den Namen, unter dem andere Nutzer die Nummer gespeichert haben. Eine Rückwärtssuche stützt sich auf lizenzierte Telefoniedaten und offene Quellen und gibt an, wie sicher der Treffer ist.

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Die Prüfung ist privat und dauert etwa 60 Sekunden. Die Person erhält keine Benachrichtigung und erfährt nichts davon.

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